WLAN in den Kirchen? Der freie Internetzugang eröffnet neue Möglichkeiten für die Kirchen, sei es im Betriebsablauf, im Unterricht oder im Auftritt für die Gemeinde.

  • WLAN
  • Das drahtlose lokale Netzwerk, auf Englisch Wireless Local Area Network (WLAN) ermöglicht über Hotspots (Empfänger und Sender) einen drahtlosen Zugang zum Internet. In vielen Ländern wird dafür der Begriff WiFi verwendet. WiFi ist aber eine 1999 gegründete Organisation von etwa dreihundert Unternehmen mit dem Ziel, den Betrieb der verschiedenen Wireless-Geräte mit einem einheitlichen Standard zu sichern.
  • Vergangenen Mai meldete die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dass sie ihre rund dreitausend Kirchen mit offenen WLAN-Hotspots ausstatten will. Unter dem Namen «Godspot» soll eine Infrastruktur für anmeldungsfreien Internetzugang entstehen. Der IT-Zuständige der Landeskirche, Fabian Kraetschmer, betont, dass Kirchen und Klöster seit Jahrhunderten Räume der Kommunikation und Vertraulichkeit seien. Mit dem WLAN-Projekt wolle man an diese Tradition anknüpfen und die Kirche ins digitale Zeitalter holen. Konkret: Mit dem kostenfreien Internetzugang markiert die Evangelische Kirche Präsenz. Denn in Berlin werden die Hotspots auch touristische Schwerpunkte wie den Gendarmenmarkt oder den Breitscheidplatz bei der Gedächtniskirche abdecken. Ob Anwohner, Kirchenbesucher oder Touristen, alle sind bei «Godspot» willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig und Filter gibt es nicht. Bis zum Mai 2017 sollen alle Kirchen mit WLAN abgedeckt sein. Das weckt natürlich die Befürchtung, dass nun auch in der Kirche Zerstreuung droht. Gegenüber dem «Spiegel» relativierte der Projektverantwortliche, Fabian Kraetschmer, jedoch: «Wenn sich ein Besucher eines Gottesdienstes ablenken lässt, egal wovon, dann haben wir ein Predigtproblem und kein ‹Godspot›-Problem.»
  • Gilt es, die Initiative der Evangelischen Kirche in Berlin zum Vorbild zu nehmen? Zuerst zu den rein praktischen Vorteilen einer WLAN-Infrastruktur auf dem Kirchenareal: Das Internet ist Herzstück der freien Kommunikationskultur, die heute den Alltag prägt. Kinder lösen ihre Hausaufgaben teilweise via Netz, konsultieren die «Duden»-Datenbank via Smartphone, holen sich Hilfe für Geometrielösungen im Chat. Ein Religionsunterricht, eine Firmungs- oder Konfirmationsvorbereitung, die an diese Gegebenheiten anknüpft, kommt bei den Jugendlichen sicher besser an und beeinflusst auch ihr persönliches Bild von der Kirche. Auf den Kirchenarealen, in den Gemeinderäumen, finden auch viele Sitzungen statt; diese könnten, bei der heutigen Dichte von Laptops und Tablets, dank WLAN und somit sofort verfügbarer Informationen effizienter stattfinden und mit weniger Papier auskommen. Den Kirchenangestellten würde mit freiem Internetzugang auf dem Kirchenareal ebenfalls der Betriebsalltag erleichtert werden. Der Gottesdienstablauf könnte via Tablet abgerufen werden, was wegen der zahlreichen Ortsverschiebungen der Pfarreiverantwortlichen ein Vorteil wäre.
  • Ein kostenloser Internetzugang auf dem Kirchenareal hat eine positive Wirkung nach aussen; dabei kommen ideelle Faktoren ins Spiel: Die Kirchen haben heute nicht den Ruf, zu den innovativsten Organisationen zu gehören. Das Manko, als rückständig und verstaubt zu wirken, manifestiert sich in den Kirchenaustritten. Mit freiem Netzzugang ergibt sich auch die Möglichkeit, die Kirche und ihr Angebot wesentlich besser zu präsentieren, denn auf der Einstiegsseite – Landingpage genannt – können Veranstaltungshinweise und Informationen zur Kirchgemeinde platziert werden. Ist der Onlineauftritt attraktiv, resultiert eine gute Imagekampagne, die nicht unterschätzt werden darf.
  • Wie weiter?
  • Tragen Sie sich mit dem Gedanken, Ihr Gemeindeareal mit WLAN abzudecken? Sind Sie unsicher, was notwendig, sinnvoll oder überflüssig ist? Möchten Sie sich eine Übersicht über die Kosten verschaffen? Dann rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen verkaufsunabhängig und neutral weiter: Dornbusch Medien AG, Larissa Schmid, Tel. 056 203 22 37.
  • Wie kommt eine Kirchgemeinde zu einer WLAN-Infrastruktur? Der drahtlose Internetzugang auf dem Gemeindeareal erfolgt über Hotspots, die in den verschiedenen Räumlichkeiten installiert werden müssen. Eine optimale Abdeckung ist von der Topografie des Areals sowie von der Anordnung der einzelnen Baukörper abhängig. Ideal ist, wenn die Hotspots über bestehende Leitungen verkabelt werden können, was durch den Einzug zusätzlicher Drähte geschieht. Ist dies nicht möglich, stehen drahtlose Lösungen zur Verfügung. Bei diesen sind in der Regel mehr Hotspots notwendig als bei einer Verdrahtung. Hilfreich ist deshalb, genau zu definieren, welche Bereiche mit WLAN abgedeckt werden sollen, ob das ganze Gemeindeareal lückenlos oder der Ge-meindesaal, der Vorplatz, das Pfarrhaus usw. Ausserdem stellt sich die Frage, wie viele Nutzer gleichzeitig einen raschen Zugang zum Netz haben sollen. Leistungsstarke Hotspots sind nämlich teurer. Die Kosten für eine WLAN-Infrastruktur können aus den genannten Gründen stark differieren. Es lohnt sich deshalb, die Situation abklären zu lassen, um Aufschluss über die verschiedenen Optionen und deren Kosten zu erhalten. Dies ermöglicht von vornherein eine klare Entscheidung.