Ein Plastikteller benötigt 450 Jahre, bis er sich zersetzt hat. Bioplastik oder essbares Geschirr sind die Alternative. Doch was eignet sich am besten?

Immer mehr Veranstalter und Take-aways steigen vom Plastikgeschirr auf pflanzliches Einweggeschirr um. Aus Zuckerrohr, Palmblättern oder Bambus hergestellt, wird es als kompostierbar bezeichnet. Man isst seine Wurst und wirft den Teller in den nächsten Abfalleimer. Doch in welchen? Nicht alle wissen, dass Bioplastik in den Kompost gehört. So landet der Teller oft im Restmüll, wird mit dem Kehricht verbrannt und stösst genauso viel Schadstoffe aus wie Plastik.

Bioplastik besteht aus Zuckerrohr, Palmblätter oder Bambus, schneidet aber dennoch in der Ökobilanz nicht gut ab. Untersuchungen der Basler Carbotech AG für Umweltberatung und -analytik belegen, dass Einweggeschirr aus Zuckerrohr- und Bambusfasern oder Palmblättern nicht umweltschonender ist als Produkte aus herkömmlichem Plastik. Das Unternehmen erstellte die Analysen im Auftrag von Veranstaltern von Grossanlässen. Für die Herstellung des schweren Bioplastiks wird nämlich viel Energie benötigt. Ausserdem ist Bioplastik nicht recycelbar. Obschon es kompostierbar ist, falls es im Bioabfall landet, ist es deshalb nicht besonders ökologisch.

Als Einweggeschirr-Alternative bleibt der Karton. Er wird von «K-Tipp» und vom WWF empfohlen. Karton ist ein Produkt aus Bäumen. Das leichte Geschirr aus Karton benötigt bei der Herstellung wenig Rohmaterial und Energie. Bei der Verbrennung des Kartons entstehen zudem weniger Emissionen als bei Plastik. Und vor allem Kartonbecher sind auch gut recycelbar.

Neu ist essbares Geschirr wie zum Beispiel das «Füllett» aus Deutschland. Es handelt sich dabei um einen dichten, brotähnlichen Teig, der in Form von Schalen gebacken wird. Darin kann man Salate und sogar Suppen servieren – das Brot dazu ist das Gefäss. «Loliware» sind essbare Becher, hergestellt aus Gelee. Das Produkt aus den USA wird heute bereits in vierzig Ländern vertrieben.