Paartanz für jede Musik

Nutzen Sie zum Beispiel eine bevorstehende Festivität in Ihrer Gemeinde, an der Sie neu zum Tanz aufspielen. Das ist der ideale Anknüpfungspunkt, um im Vorfeld einen Tanzkurs anzubieten. Legen Sie fest, welche Musikrichtungen gespielt werden, um den Auffrischungskurs entsprechend auszurichten. Zu Countrymusik wird Line Dance getanzt, zu Tanzorchester Discofox. Dieser Paartanz kann zu fast jeder Musik – und auch zu Popmusik – getanzt werden. Wird zu einem Sommerfest aufgespielt, wären eher karibische Tänze wie Salsa, Bachata oder Merengue gefragt. Als Vorbereitung auf ein solches Fest ist ein Workshop über drei Abende zu je 75 Minuten ideal. Randzeiten sind vor allem wegen der Berufstätigen notwendig. Vielleicht bieten Sie in einem Nebenraum auch noch eine Kinderbetreuung an. Ziel eines Kurztanzkurses ist, altes Wissen aufzufrischen, Neues zu lernen und dabei «in Schwung» gebracht zu werden. Wenn die Tanzrichtung bestimmt ist, gilt es, eine Tanzlehrerin oder einen Tanzlehrer zu finden. Dank Google stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Suchen Sie nach Tanzrichtung, Kurs und Ort – und schon werden Ihnen viele Hinweise geliefert. Fragen Sie die verantwortlichen Organisatoren bevorstehender Tanzveranstaltungen oder bei Tanzvereinen. Wo eine Tanzveranstaltung organisiert wird, sind meistens tanzbegeisterte Organisatoren aktiv, und diese sind wiederum häufig mit Tanzschulen vernetzt. Netzwerken Sie und seien Sie offen für Anregungen.

120 Quadratmeter genügen

Der Gemeinderaum eignet sich in der Regel gut für einen Tanzkurs. Er verfügt über einen einigermassen gut gleitenden Boden. Tanzen lässt es sich zwar auch auf Kies oder Sand, für den Einstieg hilft es allerdings, wenn die Drehungen fast von selber passieren. Das gelingt besonders gut auf einem Parkett, ist aber auch auf anderen glatten Böden möglich. Damit Sie eine Gruppe von etwa zwölf Paaren in Bewegung bringen können, brauchen Sie eine Fläche von zirka 120 Quadratmetern. Eine Musikanlage sollte vorhanden sein. Da die technischen Möglichkeiten heute nahezu unbegrenzt sind, sollten Sie unbedingt mit der unterrichtenden Person klären, was sie als Tonträger benutzt.

In einer Tanzschule kostet eine Lektion über 75 Minuten zwischen 20 und 30 Franken, was den Ansatz einer ausgebildeten Tanzlehrperson abdeckt. Ein Workshop über drei Termine kommt somit auf 60 bis 75 Franken pro Paar, wenn der Unterricht in Räumen der Gemeinde stattfindet.

Die Erfahrungen zeigen, dass solche Workshops viel gute Stimmung verbreiten und auch zu neuen Freundschaften führen. Das ist für eine lebendige Gemeinde wichtig. Die Mitglieder sollen sich nicht nur beim Gottesdienst begegnen, sondern sich auch in lockerem Rahmen austauschen, und zwar in neuen Rollen. Tanzen «zwingt» dazu und ermöglicht eine neue «Tuchfühlung» mit Nachhaltigkeit.

Die Autorin Christa Egger ist eine begeisterte Tänzerin und nebenberuflich Tanzlehrerin. Foto: Kzenon, fotolia.com