Nachtfalterorchideen eignen sich besonders im Dezember für die Kirchendekoration. Arrangements mit Tannenästen wirken besonders festlich.

Die Phalaenopsis, die ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südostasien stammt, gehört heute zu den beliebtesten Zierpflanzen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Preise für diese Pflanzen sind im Verlauf der letzten zehn Jahre stark gefallen. Die Nachfalterorchideen halten sehr lange und bleiben auch schön, wenn sie nur wenig Licht haben. Diese Eigenschaften haben die Multihybriden, auch Kulturhybriden genannt, die in Europa vor allem in den Niederlanden und in Asien in Indonesien und Taiwan gezüchtet werden. Inzwischen sind über 25 000 Kulturhybriden registriert, die sich durch Robustheit und Blühfreudigkeit auszeichnen. Dadurch sind die Nachtfalterorchideen auch genügsam bei der Temperatur geworden. Sie benötigen nicht mehr die ursprünglichen Temperaturen von 25 bis 35 Grad, sondern kommen auch mit wesentlich tieferen Temperaturen zurecht. Nur Staunässe und Durchzug setzen auch den robusten Kulturhybriden noch zu. Im Winter benötigen sie nur alle zwei Wochen etwas Wasser – am besten auf Blätter und Wurzeln gesprüht.

Besonders weisse Nachtfalterorchideen lassen sich sehr gut mit Zweigen von Nadelhölzern kombinieren. Grossen Effekt erzeugen die Orchideen, wenn zwölf und mehr Blütenstände, was in der Regel sechs und mehr Pflanzen entspricht, kombiniert werden. Dieses Ensemble wird von Tannenzweigen umringt. Solche Dekorationen halten über einen Monat. Bei den meisten Phalaenopsis-Hybriden wachsen an verblühten Blütenständen Verzweigungen, an denen sich später neue Knospen bilden, die zu neuen Blüten führen. Wer für verblühte Nachtfalterorchideen etwas Zeit aufwendet, erzielt einige Monate später erstaunliche Resultate. Die Orchideen können auch sehr gut als Schnittblumen gehalten werden. Eingestellt in Wasser halten sie mehrere Wochen und erweisen sich dadurch als besonders kostengünstige Schnittblumen.