Gelangweilte Kirchgänger hinterlassen manchmal auf den Bänken unschöne Souvenirs. Wie man kleinen Lackschäden zu Leibe rückt.

Restaurationsarbeiten in Kirchen sind in aller Regel komplexe Vorhaben. Der Respekt vor der Geschichte und der Bedeutung des Raumes gebietet Sorgfalt und Fachkenntnis. Das Auffrischen von Wand- und Deckenbemalung, Tischlerarbeiten an Flügeltüren und Fenstern oder die Pflege von Schnitzereien überlässt man am besten dem Fachmann. Kleinere Schäden an Kirchenbänken lassen sich aber problemlos auch von begabten Laien reparieren, um einen teuren und aufwendigen Transport der Bänke zuumgehen. Das Vorgehen ist dasselbe, wie man es von Holzmöbeln zu Hause kennt, und auch der Bedarf an Geräten überfordert keine Kleinwerkstatt: Schleifmaschine, Holzspachtel und -feile sowie ein Pinsel, das ist alles, was man braucht.

Mit grobem Schleifpapier wird die alte Lasur mitsamt den Kratzern entfernt, dann die Oberfläche mit feinkörnigem Schleifpapier für die neue Lasur vorbereitet. Schäden im Holz können mit Mörtel ausgebessert werden, der allerdings gut austrocknen muss, bevor die Fläche mit einem Holzreinigungsmittel mit entfettender Wirkung bearbeitet wird. Dann wird die neue Lasur mit dem Pinsel aufgetragen – grössere Flächen erlauben auch den Einsatz einer Sprühpistole. Nach einer Trockenphase folgt eine zweite Lasurschicht–und die Bank sieht wieder (fast) aus wie neu!

Detaillierte Anleitungen und wertvolle «Geheimtipps» finden sich überall im Internet. Besonders ausführlich widmet sich www.heimwerker.de Restaurationsfragen rund ums Holz; www.restaurieren.de geht unter anderem auf die spezifische Situation in Kirchgebäuden ein.