Das Verb «kümmern» ist im positiven Sinne nicht mehr besonders populär. Im Gebrauch ist es aber häufig dann, wenn eine abwertende Wirkung angestrebt wird: «Wen kümmert das schon?» Oder: «Ach, das muss dich nicht kümmern!»

Vielleicht liegt es daran, dass dieses Verb eine grosse Bandbreite hat: von sorgen, betreuen, beachten, erledigen bis hin zu kraftlos dahinvegetieren. Und dann schwingen da noch die Wörter Kummer und kümmerlich mit, die nichts Positives verheissen. Sich um jemanden oder etwas kümmern, ist jedoch eine sinnstiftende und erfüllende Aufgabe. Sei es um Männer, die in der Seelsorge keine einfachen Klienten sind oder um eine Reisegruppe aus der Gemeinde. Der heilige Martin war ein echter «Kümmerer». Was er mit den Gänsen am 11. November zu tun hat, erfahren Sie hier. In der katholischen Kirche wird der Zölibat als Voraussetzung gesehen, dass sich ein Priester gut um seine Gemeinde kümmern kann. Das war und ist allerdings immer wieder umstritten. Und wie kümmert man sich um Jugendliche nach deren Firmung oder Konfirmation, wenn sie der Kirche den Rücken kehren?