Freitag, 13 Oktober 2017 10:31

Von Herz zu Herz

Die einst wohlhabende Republik Moldau befindet sich seit dem Zerfall der Sowjetunion in einer dauerhaften Krise. Produktionseinbussen und Korruption lähmen die Wirtschaft. Die Inflation verursacht Preissteigerungen, was die Armutsspirale beschleunigt. 18 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos. Deshalb gehen jährlich um 60 000 Menschen ins Ausland zum Arbeiten und lassen ihre Kinder zurück. Allein in der Region Cantemir leben 50 Prozent aller Kinder ohne ihre Eltern. Die Hilfsbedürftigkeit nimmt dramatisch zu. Deshalb ist das Hilfswerk Pro Adelphos vor Ort aktiv.
Sinnstiftend Freude schenken

Oft bereitet Schenken mehr Freude, als beschenkt zu werden. Das ist in der menschlichen Grundkonstellation angelegt. Mitmenschlichkeit zu leben ist eine sinnstiftende Erfahrung, die für tiefe Erfüllung sorgt. Beschenken Sie sich selber, indem Sie in Moldau zu Weihnachten Freude schenken.

  • 1 Paket (für Alleinstehende) Fr. 35.–
  • 2 Pakete (für Familien) Fr. 70.–
  • 3 Pakete (für Grossfamilien) Fr. 105.–
  • 10 Pakete (für Kinderheime) Fr. 350.–
  • 30 Pakete (für Gemeinschaftszentren) Fr. 1050.–

Stiftung Pro Adelphos
Palmstrasse 16
CH-8400 Winterthur
Telefon +41 (0) 52 233 59 00
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.proadelphos.ch

Spendenkonto:
PC 60-12948-7
IBAN: CH57 0900 0000 6001 2948 7

Spenden per SMS:
Senden Sie PAWEB 30 an die Nummer 339 und Sie unterstützen das Projekt Weihnachtsliebe mit einem Betrag von 1 bis 100 Franken.

Spenden im Internet:
www.proadelphos.ch/spenden

Die 32-jährige Diana Pasa lebt mit ihrem vier Jahre älteren Mann Nicolae und den beiden Kindern Eric (4) und Milena (2) im moldawischen Cantemir. Die Familie hat enorme existenzielle Probleme. Diana macht sich so grosse Sorgen, dass sie an Haarausfall leidet und eine Perücke tragen muss. Der Überlebensstress plagt die zweifache Mutter. Täglich fragt sie sich, wie es weitergehen soll. Der bevorstehende Winter mit den tiefen Temperaturen ab Dezember bereitet der Familie Angst, denn die Armut ist allgegenwärtig. Nicolae ist arbeitslos und seine Frau Diana versucht, die Familie mit Gelegenheitsjobs durchzubringen.

Trotz dieser schwierigen Lebensumstände und der Angst vor der Zukunft, findet Diana Kraft und Zuversicht in ihrem Glauben an Gott. Sie ist sich sehr sicher, dass er ihr den richtigen Weg weisen wird. Linderung erfährt die Mutter auch im örtlichen Gemeinschaftszentrum von Pro Adelphos. Bei den Besuchen mit ihren Kindern treten die Sorgen für kurze Zeit in den Hintergrund. Die Kinder können spielen und Diana lächelt ab und zu glücklich, wenn sie Erich und Milena beobachtet. So könnte ihr Leben aussehen, aber die wirtschaftlichen Bedingungen von Moldau zwingen sie zu einem anderen Dasein.

Zentrumsleiter ist der Pfarrer Boris Garconita, er kümmert sich um Diana und ihre Kinder. Er kennt den langen Leidensweg mit den vielen Schicksalsschlägen der jungen Frau: den frühen Tod ihrer Eltern, ihre gewalttätigen Brüder, eine Totgeburt. Boris Garconita gelang es, in seelsorgerischen Gesprächen Diana beizustehen, sie aufzumuntern und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Denn existenzielle Probleme führen leicht zu einer depressiven Abwärtsspirale. Der Priester konnte Diana schliesslich in der Kirchgemeinde von Cantemir einen Job als Putzfrau vermitteln und seit Kurzem ist sie auch für die täglichen Aktivitäten der Kinder und Senioren im Gemeinschaftszentrum verantwortlich.

Das Hilfswerk Pro Adelphos ist in der Republik Moldau für Menschen in Not vor Ort. Man möchte den Menschen, die sich in einer misslichen Lage befinden, mit Würde begegnen. Denn das Abrutschen in die Armut bedeutet oft auch den Verlust der Würde. Deshalb will Pro Adelphos an Weihnachten mit Geschenkepaketen für krisengeplagte Familien ein Zeichen setzen. Diese Geschenke sollen bezeugen, dass andere Menschen an ihrem Schicksal Anteil nehmen, dass sie nicht vergessen sind, dass Solidarität existiert. So wird das Weihnachtsfest auch in armen Familien ein Fest der Zuversicht, wie damals vor 2017 Jahren mit der Geburt von Jesus im Stall. Dank grosszügiger Spender aus der Schweiz kann Pfarrer Boris Familien wie jener von Diana ein Weihnachtspaket übergeben und sie – jenseits des materiellen Wertes des Paketinhaltes – für die Zukunft stärken. Die Kinder finden in diesen Paketen auch kleine Spielsachen, die sie in eine Fantasiewelt locken. Sein zu können, so wie andere Kinder, die nicht in Armut leben, ist für die Entwicklung der Kinder aus solch angeschlagenen Familien ganz entscheidend. Ein feines Weihnachtsessen wird nürlich auch nicht fehlen, denn im Weihnachtspaket ist alles enthalten, was es dafür braucht.

Das Hilfswerk Pro Adelphos stärkt mit diesen aus westeuropäischer Sicht kleinen Gesten geschwächte Familien. Dadurch wird auch der Zusammenhalt, der in Krisensituationen oft labil wird, gestärkt. Es geht dabei auch darum, christliche Werte zu leben: hinschauen, benennen, Anteil nehmen, solidarisch sein, unterstützen, teilen. Denn der Glaube konkretisiert sich erst im Handeln für die Mitmenschen.

PRO ADELPHOS
Die Stiftung Pro Adelphos ist der Schweizer Zweig des international tätigen Hilfswerks Mission Without Borders. Seit 50 Jahren kümmert sich Pro Adelphos in den Ländern Osteuropas um die Ärmsten. Die erfahrenen Mitarbeiter vor Ort sorgen für eine nachhaltige Hilfe.
Pro-­Adelphos-­Koordinator Boris Garconita macht Kinder wie Milena mit einem unerwarteten Geschenk glücklich: Sie versucht sogar das erhaltene Weihnachtspaket selber zu tragen. Foto: zVg