Dienstag, 05 Dezember 2017 11:40

Versammlung am Weihnachtsfeuer

Warm und kuschlig möchte man Heiligabend ausklingen lassen – ein paar Tipps und Ideen für die dekorative Beleuchtung.

Marketingexperten nennen sie «Flagship Events»: Zur Mitternachtsmesse und zum Weihnachtsgottesdienst kommen auch Menschen wieder einmal in die Kirche, die das Jahr über den Gotteshäusern ferngeblieben sind. Eine gute Gelegenheit also für die Kirchgemeinden, sich in bestem Licht zu präsentieren – nächstliegend in der Weihnachtszeit ist dieses beste Licht das Licht von Kerzen und offenem Feuer. Viele Kirchgemeinden organisieren nach der Messe oder dem Gottesdienst Möglichkeiten für einen sanften Ausklang des Abends, servieren Punsch vor der Kirche und laden Dorf und Quartierbewohner, Kirchgänger und Behörden dazu ein, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Da ist eine stimmungsvolle Gestaltung natürlich entscheidend! Allerdings sind offene Feuer und grosse Menschenansammlungen keine guten Freunde – mit Feuerschalen, Feuerkörben, Feuersäulen oder Finnenkerzen lassen sich aber – unter Berücksichtigung der entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – die Risiken kontrollieren.

Die Qual der Wahl

Die Wahl zwischen Kerze, Korb oder Schale ist nur selten eine Frage des Preises. Finnenkerzen aus einheimischem Holz sind in Grössen, die bis zu drei Stunden Licht und Wärme spenden, ab 30 Franken erhältlich. Auch die billigsten Körbe und Schalen sind für diesen Betrag zu haben – belegen aber das Jahr über Stauraum. Manche Modelle der Feuerschalen lassen sich durch einen Grill ergänzen und erweisen sich so auch bei Anlässen im Sommer als nützlich. Diese Ausführungen sind in der Regel aber nicht unter 100 Franken zu haben und kosten in eleganterer Ausführung schnell einmal 300 bis 500 Franken. Die Preise für Feuersäulen beginnen bei 150 Franken und sind nach oben offen. Ab 500 Franken sind dafür schon Feuersäulen mit selbst gestalteten Motiven – also zum Beispiel dem Logo der Kirchgemeinde – erhältlich. Für Gemeinden, die häufig Anlässe im Freien durchführen, unter Umständen eine lohnenswerte Investition.

Die Wahl des Materials ist vor allem eine Frage des Geschmacks; hergestellt werden die Objekte aus Gusseisen, Edelstahl, Keramik und Stahl. Keramikschalen sind sehr dekorativ, aber teuer. Stahlgefässe rosten mit der Zeit. Wem diese Patina nicht gefällt, der entscheidet sich für Edelstahl.

Sicherheit geht vor

Offenes Feuer aber ist immer auch ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko. Belastungen lassen sich mit der Wahl des Brennmaterials minimieren. Die Informationsplattform der Fachstellen für Energie und Umwelt der Westschweizer Kantone empfiehlt, starke Rauchentwicklung zu verhindern (www.energie-umwelt.ch). Bemaltes, lackiertes, behandeltes oder schmutziges Holz entwickelt beim Verbrennen nicht nur viel, sondern auch giftigen Rauch und ist deshalb verboten. Erlaubt ist «Baumholz», das idealerweise mindestens ein oder zwei Jahre in Scheiten von nicht mehr als zehn Zentimeter Durchmesser trocknen konnte und vor Benutzung bei Zimmertemperatur gelagert wurde. Sowohl Körbe wie Schalen verursachen Funkenflug. Deshalb gehören Sie auf feuerfesten Untergrund in ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien.

Foto: pixabay.com