Donnerstag, 07 September 2017 11:48

Hilfe, der Parkettboden sieht schlimm aus!

Versiegeltes Parkett ist ein langlebiger Bodenbelag. Nach einigen Jahren kann er dennoch abgenutzt und fleckig erscheinen. Mit einem Trick kommt man günstig zu einem Boden mit neuem Erscheinungsbild.

Das versiegelte Parkett ist in Kirchengebäuden besonders beliebt, denn mit der Versiegelung wird ein Imprägnierungsgrad der Oberfläche erreicht, der währen Jahren für einen optimalen Schutz sorgt. Die Lackschicht, die in drei Glanzstufen angeboten wird, weist nicht nur Schmutz und Wasser ab, sondern schützt auch bis zu einem gewissen Grad vor Kratzern. Mit den Jahren wird jedoch in besonders intensiv genutzten Zonen diese Lackschicht abgetragen, wodurch die Oberfläche matt wird. Der Boden erscheint zudem fleckig und etwas ungepflegt. Wachs oder Politur vermag die Abnützung nicht zu beheben. Auch das Auftragen von Lack mit einem Pinsel verbessert das Erscheinungsbild nicht – im Gegenteil, die Unterschiede springen noch stärker ins Auge.

Öl statt Lack

Sind die Schadstellen auf wenige Riemen beschränkt, können diese ersetzt werden. Die Ersatzleisten sollten zuvor einige Wochen ans Licht gelegt werden, damit der Farbunterschied nicht mehr so auffallend ist. Sind die Schadstellen grossflächiger verteilt, kann die gesamte Fläche abgeschliffen werden. Statt den Boden neu zu versiegeln, was einen staubfreien Raum voraussetzt, um eine körnige Oberfläche zu vermeiden (und dies ist fast nur bei einer Versiegelung der Riemen in der Fabrik möglich), kann er nun nach dem Abschleifen auchgeölt werden. Dabei wird das abgeschliffene Holz mit natürlichen Ölen behandelt, die einziehen und den Boden von innen schützen. Im Gegensatz zur Versieglung bewahrt das Naturöl die Natürlichkeit des Holzes. Bei der Versieglung hingegen führt die mehrfach aufgetragene hauchdünne Lackschicht zu einer so kompakten Oberfläche, dass die Haptik des Holzes nicht mehr spürbar ist. Je nach Fläche liegt der Preis für Schleifen und Ölen zwischen 40 und 50 Franken pro Quadratmeter. Geölte Böden müssen mindestens einmal pro Jahr nachgeölt werden. Kleine Schäden auf einem geölten Boden können jederzeit mit Schleifpapier beseitigt werden. Ein ursprünglich versiegelter Boden kann zwei bis drei Mal abgeschliffen und somit mehrmals in einen optisch neuwertigen Zustand versetzt werden.

Ob Klötzli oder Riemenparkett, ein Abschleifen und Ölen führt zu einem neuwertigen Zustand. Foto: VRD, fotolia.com