Christentum

Anzahl Gläubige
Rund 2,3 Milliarden Gläubige.

Hauptsächliche Verbreitung
Europa/Russland, Nord-, Mittel- und Südamerika, Mittel- und Südafrika, Australien, Neuseeland, Philippinen.

Symbol/Zeichen
Das Symbol des Christentums ist das Kreuz. Es erinnert die Christen an den Opfertod Jesu Christi am Kreuz und an seine Auferstehung. Das Kreuz symbolisiert auch die Verbindung beziehungsweise den «Bund» zwischen dem Irdischen (kleinere waagrechte Achse des Kreuzes) und dem Göttlichen (grössere senkrechte Achse des Kreuzes) durch den Mittler Jesus Christus sowie das Doppelgebot der Gottesliebe (grössere senkrechte Achse des Kreuzes) und der Nächstenliebe (kleinere waagrechte Achse des Kreuzes) und deren Untrennbarkeit.

Judentum

Anzahl Gläubige
Rund 15 Millionen Gläubige.

Hauptsächliche Verbreitung
Israel und weltweit. Die Juden leben auf der ganzen Welt verstreut, die meisten von ihnen in den USA. In Europa gehören mehr als 1,15 Millionen Menschen dem Judentum an. Israel ist das einzige Land auf der Welt, in dem mehr Juden leben als Angehörige anderer Religionen. In allen anderen Ländern sind sie in der Minderheit und leben in der Diaspora (Verstreutheit). So nennt man das Leben unter sehr vielen Andersgläubigen.

Symbol/Zeichen
Symbol des Judentums ist der Davidstern. Er zeigt zwei untrennbar miteinander verflochtene Dreiecke. Sie sind das Zeichen der Verbundenheit der Juden mit Gott. Das obere Dreieck steht für Gott. Die drei Ecken stehen für seine Schöpfung, seine Offenbarung und die Erlösung. Das untere Dreieck steht für den Menschen. Die Ecken dieses Dreiecks sind die Zeichen für die Vergangenheit des Menschen, in der die Schöpfung stattfand, für die Gegenwart des Menschen, in der sich Gott ihm immer wieder zeigt, und für die Zukunft des Menschen, die ihn von allen schlimmen Dingen, auch seiner eigenen Schuld, erlöst. In beiden Dreiecken begegnen sich Gott und die Menschen. Damit erinnert der Davidstern an den Bund, den Gott und die Juden durch Abraham und Mose miteinander geschlossen haben. Bis heute ist es Juden sehr wichtig, die Versprechen von damals zu erfüllen und damit den Bund mit Gott zu halten.

Islam

Anzahl Gläubige
Rund 1,6 Milliarden Gläubige.

Hauptsächliche Verbreitung
Arabischer Raum (Naher und Mittlerer Osten), Nördliches Afrika, Türkei, Irak, Iran, Pakistan, Afghanistan, Bangladesch, Kambodscha, Indonesien.

Symbol/Zeichen
Als Symbol für den Islam wird oft der Halbmond genannt. Eigentlich ist es aber die schmale Sichel des Neumonds. Muslime leben ihre Religion nämlich nach dem Mondkalender. Danach zeigt die Sichel des Neumonds den Beginn eines Monats an und damit auch einige wichtige Zeiten. Dazu gehören der Beginn und das Ende der Fastenzeit im Monat Ramadan. Die Symbolform der Mondsichel mit Stern ist türkischen Ursprungs. Als Symbol für den Islam gilt auch das Wort Allahs in arabischer Schrift. Als Kunstzeichnung findet man es in Moscheen.

Buddhismus

Anzahl Gläubige
Rund 460 Millionen Gläubige.

Hauptsächliche Verbreitung
Japan, China, Thailand, Myanmar (Birma), Vietnam. Aber auch in Europa, Australien und den USA gibt es zahlreiche buddhistische Glaubensgemeinschaften.

Symbol/Zeichen
Das Symbol des Buddhismus ist das Dharma-Rad, das «Rad der Lehre» (Dharma ist die Lehre des Buddhismus). Die acht Speichen des Dharma-Rades stehen für die Tugenden des Edlen Achtsamen Pfades: die rechte Ansicht, die rechte Gesinnung, die rechte Rede, das rechte Verhalten, der rechte Lebenserwerb, die rechte Anstrengung, die rechte Achtsamkeit und die rechte Sammlung. Durch sie erlangen die Buddhisten die Erleuchtung.

Hinduismus

Anzahl Gläubige
Rund 940 Millionen Gläubige. (Andere: 1,1 Milliarden.)

Hauptsächliche Verbreitung
Indien, Nepal, Sri Lanka, Bangladesch, Pakistan, Indonesien, Bali. Zur Minderheit zählen Hindus in Afghanistan.

Symbol/Zeichen
Das Symbol des Hinduismus ist die heilige Silbe Om (a-u-m gesprochen). Sie steht für das Leben, das Werden und das Vergehen und ist Sinnbild für Brahman, das göttliche Prinzip, das alles Leben durchströmt, so wie der Atem den Körper des Menschen durchströmt. Sie soll den Menschen mit göttlicher Kraft verbinden. Beim Aussprechen der heiligen Silbe Om strömt der Atem langsam aus dem Mund. Der Klang enthält, was war, was ist und was sein wird.

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