• Mit Smartphones kann man heute leicht und schnell Videos aufnehmen und auf die Homepage der Gemeinde hochladen. Das verhilft ihr zu grösserer Lebendigkeit.
  • Unsere Wahrnehmung wird zunehmend von bewegten Bildern geprägt. Das Fernsehangebot ist unerschöpflich und Videos, Kurzfilme im Internet, gehören zum Alltag und sind entsprechend beliebt. Auf dem Videoportal Youtube von Google werden heute pro Monat weltweit mehr als sechs Milliarden Stunden Videos von über einer Milliarde Nutzern angeschaut. Das entspricht vier Milliarden Videobetrachtungen pro Tag. Vor allem Jugendliche suchen Hilfe bei Youtube. Sei es für ein Grammatikproblem im Französischen, eine algebraische Formel, ein Zitronensorbet oder den Krallenschnitt bei Zwergkaninchen – bei Youtube findet man die Lösung. Das 2005 lancierte Angebot hat die digitale Generation geprägt und zu entsprechende Erwartungen hervorgerufen.
  • Gemeindeleitungen sollten sich diese Entwicklung zunutze machen und auf ihrer Website Videos einbauen. Vor allem im Bereich der Jugend haben Videos eine starke Wirkung. Aber auch Videos mit Grussworten oder Einladungen an die Gemeinde kommen beutend besser an als einige Zeilen Text. Der Grund liegt in der psychologischen Wirkung des bewegten Bildes: Ein Video ist einprägsamer, weil es Emotionen weckt und dadurch nachhaltiger ist.
  • Die Produktion eines Videos ist heute mit einem Smartphone denkbar einfach geworden. Wer drei Stunden in das Studium von Aufnehmen, Übertragen auf den Computer und Schnitt investiert, hat die Videoproduktion im Griff. Da Videomitteilungen nicht länger als zwei Minuten sein sollten, kann die Mitteilung so vorbereitet werden, dass sich ein aufwendiger Schnitt erübrigt, weil die Aufnahme im Idealfall integral auf die Website hochgeladen werden kann.
  • Wer denkt: «Jetzt auch noch Video», sollte sich überlegen, was zugunsten der Videos abgebaut oder gestrichen werden könnte. In der letzten Ausgabe haben wir über das Ressourcenmanagement berichtet und darauf hingewiesen, dass Angebote darauf überprüft werden müssen, ob es sich noch lohnt, sie weiterzuführen. Die Gesellschaft verändert sich und deshalb ist es wichtig, dass eine lebendige Kirche mit diesen Veränderungen Schritt hält. Denn die Kirche muss bei den Menschen sein, um sie erreichen zu können.