• Vitrinen oder Schauboxen bleiben trotz aller digitaler Informationsmöglichkeiten für Kirchgemeinden bedeutend – und sind weiterhin eine Visitenkarte.
  • Die Magnetknöpfe, die das A4-Blatt fixieren, haben unterschiedliche Grössen und verschiedene Farben. Das kleine Blatt mit dem Hinweis auf den Liederabend ist mit einer Stecknadel befestigt, und links unten arbeitet eine Spinne an ihrem Netz. Oft präsentieren sich Informationskästen einer Kirchgemeinde in dieser Weise. Die Gründe liegen in der Regel darin, dass die Zeit fehlt, andere Prioritäten gesetzt werden. Die Betreuung des Informationskastens läuft nebenbei, ohne klare Zuständigkeit, und gerät deshalb oft unter die Räder. Die Wirkung eines solchen vernachlässigten Auftritts wird in der Regel unterschätzt. Was für die Gemeindeleitung als kleines «Auch noch» erscheint, ist in der Wahrnehmung der Passanten eine Visitenkarte, die unschöne Assoziationen weckt und schnell auch alte Vorurteile bedient. Deshalb sollte dem Infokasten die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bewährt hat sich die Bestimmung von Ehrenamtlichen als Schaukastenverantwortliche für zum Beispiel jeweils drei Monate. Es lohnt sich, statt viele Blätter aufzuhängen die einzelnen Zettel auf ein A3-Blatt zu kopieren und dieses eine grosse Blatt mit vier weissen Reissnägeln in der Vitrine zu befestigen. Fotos wecken Neugier und vermitteln ein lebendiges Bild. Dekorationsmaterial eignet sich derweil schlecht für Vitrinen: Der Informationskasten kann dadurch überladen, kitschig oder gar billig wirken.